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"Who cares?!" - Sorgeberufe im Fokus einer Wanderausstellung des Deutschen Frauenrats

Who cares?Lüchow. Menschen in Sorgeberufen helfen, Kinder auf die Welt zu bringen. Sie pflegen alte und kranke Menschen. Sie erziehen Kinder und betreuen PatientInnen. Sie arbeiten mit traumatisierten Jugendlichen oder anderen Menschen in Not. Sie putzen Wohnungen und Büros, kochen und waschen oder renken blockierte Rückenwirbel wieder ein.

Bis heute ist der Bereich der "Care-Ökonomie", also das Sorgen für und das Versorgen von Menschen, schwerpunktmäßig Aufgabe von Frauen und wird – obwohl es sich für eine Gesellschaft um überlebensnotwendige Leistungen handelt – wenig geschätzt und vergleichsweise schlecht bezahlt.

Die Ausstellung "Who Cares?" des Deutschen Frauenrats, die vom 8. bis 29. April 2014 im Lüchower Kreishaus zu sehen ist, stellt diese Schieflage infrage. Acht Porträts von Frauen stehen in der Ausstellung exemplarisch für die Vielfalt und Verantwortung von Sorgeberufen.

"Frauen verdienen mehr!" lautet eine Forderung des Deutschen Frauenrats: "Die systematische Unterbewertung sogenannter frauentypischer Berufe ist mitverantwortlich für die fortdauernde Entgeltdiskriminierung. Eine Gesellschaft liegt schief, wenn ihr die Arbeit mit und an Menschen weniger wert ist als die Arbeit mit und an Maschinen, wenn eine Hebamme weniger verdient als ein Berufskraftfahrer oder eine Diplom-Sozialpädagogin weniger als ein Diplom-Ingenieur für Informatik." Der Deutsche Frauenrat fordert die Anerkennung und Aufwertung frauentypischer Berufe ein. Er fordert gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Die Ausstellung der Reihe "KuK – Kunst & Kultur im Kreishaus Lüchow" ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30-12.30 Uhr zu sehen.

Begleitend zur Ausstellung lädt die Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung am Donnerstag, dem 24. April 2014 um 19 Uhr zu der Veranstaltung

"Kinderkriegen in Lüchow-Dannenberg
Zur aktuellen Diskussion um die Hebammen"

ins Lüchower Kreishaus ein. Nach einem Impulsvortrag von Elmire Frick vom Landesverband der Hebammen stellen sich Vertreterinnen und Vertretern aus Elternschaft, Politik, Medizin und Versicherung in einer Gesprächsrunde dem Thema.

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