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Kühle Räume, spannende Geschichten in den 13 Museen – Tipps für die Sommerferien

Sie werden gern als Schlechtwetter-Alternative angepriesen. Dabei sind sie auch bei heißem Sommerwetter eine gute Wahl: die 13 Museen. Das gilt insbesondere für die mehrere hundert Jahre alten Backsteingebäude wie den Amtsturm in Lüchow oder den Waldemarturm in Dannenberg.

Monika - Porträt von Uta Helene Götz Zwischen den angenehm kühlen Steinmauern lässt sich Kunst gut genießen: Uta Helene Götz zeigt ab dem 31. Juli im Waldemarturm eine Ausstellung mit Porträts - darunter auch einige vertraute Gesichter aus der wendländischen Kulturszene. Geöffnet: Di. bis So. u. Feiertage 10-12 & 14-17 Uhr. Info: 05861 / 808-117 oder 808 545.

Im Amtsturm sind noch bis Ende August grafische Arbeiten von Irmhild Schwarz aus der Serie „Fundstücke aus der Asservatenkammer der Gebrüder Grimm“ zu sehen. Auf dem neu gestalteten Schlossplatz kann man zudem den Umriß des früheren Schlosses ablaufen und vom Turmdach aus den Ausblick genießen. Geöffnet: Fr. & Sa. 13-18 Uhr, So. & Mo. 10-15 Uhr). Info: 05864 / 770.

Zaubern können – wer möchte das nicht? Eine, die vielleicht nicht zaubern, aber mit der ihr eigenen Kraft viel Gutes bewirken kann, ist Marianne Kollhoff. Sie organisiert in diesem Jahr im Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln am 1. und 2. August wieder den Aktionstag „Heilkräuter und Heilpflanzen“. Auch jenseits dieses Aktionstags lädt das Freilichtmuseum mit seiner Trachten-Ausstellung und neuerdings auch einigen Schafen als „lebendigen Exponaten“ zu einem Besuch mit der ganzen Familie ein. Geöffnet: tägl. 10-17 Uhr. Info: 05841 / 96 29-0.

Das Museum Wustrow hat im August gleich zwei neue Ausstellungen am Start: Ab 7. August, 18 Uhr, ist die Ausstellung „Museum öffne Dich!“ von Irene Kriechbaum und Sarah Bäckerzu sehen. Im Mai waren die beiden Studentinnen mit einem mobilen Geschichtslabor in Lüchow-Dannenberg unterwegs, um besondere Dinge und die Geschichten dahinter zu sammeln. In Dannenberg, Clenze, Lüchow, Wustrow und Satemin werden die gesammelten Objekte in insgesamt acht privaten Fenstern ausgestellt sein – im Museum selbst können sich die Besucher die Objektgeschichten an Audiostationen anhören.

Die Rübenverlade-Anlage auf dem Bahnhofsgelände in Schnega, die 1991 stillgelegt wurde: Wolfgang Irmisch aus Bergen/Dumme hat sie in Miniatur und bis ins Detail originalgetreu nachgebaut – zu sehen ab August in der neuen Ausstellung >WendAll< im Museum Wustrow.Die zweite neue Ausstellung „WendAll“ widmet sich dem „Universum des Sammelns“ und macht den Weg sichtbar, den ein Objekt nimmt, nachdem es ins Museum gekommen ist – bis es schlußendlich vielleicht in einer Ausstellung landet. Geöffnet: Mi. bis So. u. Feiertage 14-17 Uhr. Info: 05843 / 429 oder 244.

Auf dem Wasser läßt es sich auch bei hochsommerlichen Temperaturen gut aushalten. In Hitzacker hat man sogar die Qual der Wahl: Soll es gemütlich mit dem „Sofafloß“ auf die Elbe gehen (Info & Anmeldung: Altes Zollhaus, Tel. 05862 / 88 38) oder lieber im Einbaum, einem Kanu, das nach bronzezeitlichem Vorbild aus einem Baumstamm gehauen wurde, auf den Hitzacker-See (Archäologisches Zentrum, Tel.: 05862 / 67 94)?

Mal wird ein Anhänger aus Geweih geschnitzt, mal gefilzt, mal mit Naturfarben gemalt: Jeden Sonntag von 14 bis 16.30 Uhr können Besucher des Archäologischen Zentrums Hitzacker sich ein Andenken für die eigene "Schatzkiste" basteln. Außerdem im Angebot: Führungen (jeden Mittwoch, 15 Uhr) und das Mitmach-Angebot "Abenteuer Bronzezeit" (jeden Samstag von 14.30-17 Uhr). Geöffnet: tägl. 10-17 Uhr. Info: 05862 / 67 94.

Eine von drei hölzernen Wächterfiguren am Kastellplatz am Höhbeck. Foto: Anne SpiegelEin Kastell Karls des Großen auf dem Höhbeck? Lange war dies nur vermutet worden. Ein Forschungsprojekt der Universität Göttingen brachte vor wenigen Jahren endlich Gewissheit. Einige der archäologischen Fundstücke sind seitdem im Höhbeckmuseum Vietze zu sehen. Geöffnet: Mi., Sa., & So. 15-17 Uhr. Info: 05846 / 14 39 oder 472. Im Anschluß an den Museumsbesuch lohnt es sich, den früheren Kastellplatz selbst zu erkunden. Ein „Entdeckerpfad“ mit 20 Infostationen bietet viel Wissenswertes rund um den Höhbeck. Der hügelige Rundpfad läßt sich in circa drei Stunden erwandern. Ein Faltblatt mit kleiner Wanderkarte ist kostenlos in der Biosphärenreservatsverwaltung in Hitzacker erhältlich: Tel.: 05862 / 96 73-0. Und unbedingt einen Abstecher zu „Woodhenge“ einplanen: Bei Restorf hat man auf der Grundlage bronzezeitlicher Funde einen Kreis aus 56 Holzpfosten neu errichtet.

Es war ein echter Glücksfall, als dem Team des Museums Altes Zollhaus Hitzacker eine Sammlung mit 3000 Foto-Glasplatten des Fotografen Arthur Creutz in die Hände fiel. Ab 23. Juli zeigt das Museum Hitzacker den zweiten Teil einer Ausstellungsserie mit Creutz-Fotografien. Diesmal stehen Aufnahmen aus der Zeit von 1933 bis 1945 im Mittelpunkt (Eröffnung um 18 Uhr). Geöffnet: außer Mo. täglich 10-17 Uhr. Info: 05862 / 88 38.

Egal ob einfacher „Löschknecht“ oder Führungskraft vieler hundert Einsatzkräfte: Diejenigen, die vor 40 Jahren dabei waren, erinnern sich bis heute lebhaft an die heißen Tage im August 1975, als rund 8.000 Hektar Wald-, Moor- und Weideland einer bis dahin nicht dagewesenen Brandkatastrophe zum Opfer fielen. Das Feuerwehrmuseum Neu Tramm erinnert mit einer Ausstellung noch bis Ende Oktober daran. Am 9. August lädt das Museum um 14 Uhr zudem zu einer Gedenkveranstaltung ein. Dr. Michael Herrmann vom THW-Ortsverband Lüchow-Dannenberg wird die „Chronologie einer Katastrophe“ schildern. Anschließend kommen Zeitzeugen zu Wort: unter anderem Dieter Boller, der „mit der Schaufel am Grenzzaun die DDR verteidigt“ hat und Jürgen Drossel, damals Fahrer des Lüchower Tanklöschfahrzeugs. Geöffnet: Mi. bis Fr. 14-17 Uhr, Sa., So. & Feiertage 10-17 Uhr. Info: 05861 / 22 42 oder 05841 / 67 03.

Eine Rarität: Das Museum Clenze zeigt in seiner Ausstellung zum Ersten Weltkieg auch zwei >Himmelsbriefe<, die Soldaten als eine Art Talisman um den Hals trugen. Foto: Jenny Raeder.Vater, Mutter, Kind: Ein historisches Foto in der Ausstellung im Blauen Haus in Clenze zeigt eine heile Kleinfamilie. Nur die Exponatbeschriftung verrät, dass das Kind seinen Vater nie kennen gelernt hat. Denn der Vater ist noch vor der Geburt des Kindes im Ersten Weltkrieg gefallen. Der damalige Fotograf hat den Vater im nachhinein in das Mutter-Kind-Foto hineinmontiert. Der „Himmelbrief“, den der Vater an einer Schnur um den Hals trug (Foto), hat ihm also kein Glück gebracht. Zwei solcher sehr seltenen Himmelbriefe, die als eine Art Talisman „himmlischen Ursprungs“ verwendet wurden, sind in der kleinen Ausstellung zum Ersten Weltkrieg zu sehen. Ein Tipp: Museumsleiter Dr. Ulrich Schröder um eine persönliche Führung bitten! Geöffnet: Mi. und Sa. 16-18 Uhr. Info: 05844 / 554.

Das Grenzlandmuseum Schnackenburg zeigt aktuell die Plakatausstellung "Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland" der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Ausstellung zeigt eindrückliche Fotos und Dokumente aus den Archiven der Zeitungen BILD und DIE WELT. Geöffnet: täglich 10-17 Uhr. Info: 05840 / 210.

Im “Swinmark”-Grenzlandmuseum Göhr lohnt es sich, eine Führung mit Museumsleiter Dietrich Ritzmann zu buchen. Denn der Schnegaer war über Jahrzehnte entlang der deutsch-deutschen Grenze unterwegs – und hat viel zu erzählen. Das Museum verfügt über Rekonstruktionen von Original-Grenzsperrzäunen, Uniformen und Dokumente bis hin zu einem komplett eingerichteten Büro eines NVA-Offiziers. Geöffnet: Sa. & So. 13-18 Uhr. Info: 05842 / 600

Ulli Schröder freut sich: Vor Kurzem hat das Stones Fan Museum Lüchow 75 neue Exponate aus der persönlichen Sammlung von Stones-Mitglied Ron Wood erhalten. Ab August werden die Stücke auch im Museum zu sehen sein, darunter signierte Gitarren, eine „Promo-Jacke“ von Mick Jagger sowie Originalskizzen von Ron Wood und Original-Liedtexte der Stones. Geöffnet: Di. bis So. 12-20 Uhr. Info: 05841 / 59 02.

Das „Waldlabyrinth“ am Naturum Göhrde ist inzwischen das ganze Jahr über geöffnet. Um den Weg durch das Labyrinth zu finden, müssen die Besucher spannende Fragen zu den Pflanzen und Tieres des Waldes beantworten. Am 28. Juli, 4. und 12. August lädt Waldpädagoge Martin Tripp jeweils von 9 bis 12 Uhr zum "Göhrder Waldabenteuer“: unter anderem mit einem Waldmemory und einer Nachtwanderung mitten am Tag. Am 30. August dürfen die Besucher bei dem Mitmachangebot „WaldArt“ mit Naturmaterialien kreativ werden. Der sommerliche Sternenhimmel steht im Mittelpunkt einer Nachtwanderung am 29. August. Geöffnet: Do. & Fr. 14-18 Uhr, Sa., So. & Feiertage 11-18 Uhr. Info: 05855 / 675

 

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