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Gute Resonanz auf zweite Netzwerkkonferenz „Frühe Hilfen – Kinderschutz und Kindergesundheit“

Die Referentinnen Karin Höber-Ramlow und Iris Schindler-Gotthardt sowie Simin Feuerriegel vom Familien-Service-Büro, Netzwerkkoordinatorin Sabine Köhler und Erster Kreisrat Claudius Teske (v. l.) freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.Insgesamt 50 Vertreterinnen und Vertreter der Jugendhilfe, des Gesundheitsamts und der Polizei waren am 15. Oktober 2014 der Einladung des Landkreises Lüchow-Dannenberg zum zweiten Treffen des Netzwerkes „Frühe Hilfen – Kinderschutz und Kindergesundheit“ ins Lüchower Kreishaus gefolgt.

„Die interdisziplinäre Vernetzung der unterschiedlichen Professionen ist ein gesetzlicher Auftrag des Bundeskinderschutzgesetzes und soll in allen Kommunen umgesetzt werden“, erläuterte Netzwerkkordinatorin Sabine Köhler, „in Lüchow-Dannenberg ist diese Aufgabe auf einem sehr guten Weg.“

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Ersten Kreisrat Claudius Teske gaben Sabine Köhler und ihre Kollegin Simin Feuerriegel vom „Familien-Service-Büro“ des Landkreises einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Anschließend stellten Iris Schindler-Gotthardt vom Diakonisches Werk und Karin Höber-Ramlow vom Gesundheitsamt ihre Tätigkeit in der Beratung von Schwangeren vor. Einen Schwerpunkt stellte dabei das zum 1. Mai 2014 in Kraft getretene Gesetz zur „vertraulichen Geburt“ dar, das lebhaft diskutiert wurde. Frauen haben demnach die Möglichkeit, unter einem Pseudonym zu entbinden bzw. nach der Geburt des Kindes eine „Babyklappe“ zu nutzen, sprich: das Kind anonym abzugeben. Ziel der „vertraulichen Geburt“ ist es, Frauen, die mit ihrer Situation überfordert sind, weitere Möglichkeiten der Hilfe anzubieten, um so zu verhindern, dass sie aus der Not heraus das Leben des Kindes gefährden oder beenden. Die Referentinnen machten anschaulich deutlich, dass zur Durchführung der vertraulichen Geburt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Personen und Institutionen wie Schwangerenberatung, Hebamme, Entbindungsklinik und Jugendamt erforderlich ist.

Im zweiten Teil der Veranstaltung schilderten Simin Feuerriegel und Sabine Köhler in ihrer Funktion als Kinderschutzfachkräfte typische Arbeitsabläufe bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Tatsächlich haben alle Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, gegenüber dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe einen Anspruch auf Beratung. In Lüchow-Dannenberg wird diese über das „Familien-Service-Büro“ der Kreisverwaltung durchgeführt. Weitere Informationen erteilen Simin Feuerriegel unter Telefon 05841 /120-349 oder Sabine Köhler unter 05841 / 120-350.

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