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„Ein Baum in der Göhrde“ steht ab Samstag im Mittelpunkt einer Ausstellung

Diese Traubeneiche, gepflanzt 1662, spielt die Hauptrolle in dem Projekt. Foto: Michail SchütteEine Eiche, 30 Menschen, drei Jahre: Diese Eckdaten umreißen das ungewöhnliche Projekt „Ein Baum aus der Göhrde“, das mit einer Ausstellung, die bis Sonntag, den 22. Mai am Naturum Göhrde zu sehen ist, endet.

Die Idee entstand im Frühjahr 2013: 30 Menschen finden sich zu einer Gemeinschaft zusammen und sind neugierig darauf, was geschieht, wenn man einen einzelnen Baum aus einem Wald auswählt und gemeinsam seine Geschichte, seine Umgebung, sein Leben erforscht und ihn auf unterschiedlichste Weise weiter verarbeitet.

Michail Schütte, Mitarbeiter des Naturums Göhrde, war der Initiator, die Niedersächsischen Landesforsten stifteten für das Projekt eine Traubeneiche, den „Baum des Jahres 2014“. Im Januar 2015 wurde der Baum gefällt, nach alter Tradition mit Axt und Schrotsäge. Sein Holz wurde unter den verschiedenen Mitmachern aufgeteilt, darunter ein Baumkletterer, ein Bootsbauer, eine Tänzerin, ein Glasbläser, eine Korbflechterin, Forstwirte, ein Meereswissenschaftler, eine Bäuerin, eine Archäologin, Grünholzgestalter, eine Stimmtrainerin, Bildende KünstlerInnen, ein Zimmermann, eine Botanikerin und eine Kindergruppe.

In der Ausstellung am Naturum Göhrde sind die mannigfaltigen Aktionen und Arbeiten der TeilnehmerInnen noch einmal gebündelt zu sehen. Das Projekt will den Bogen spannen zwischen Wäldern als Erholungs- bzw. Schutzgebiet und Rohstofflager – zwischen „Schützen“ und „Nützen“ – indem es eine vielfältige, vollständige und nachhaltige Nutzung des Holzes zeigt und damit gleichzeitig den Wert des einzelnen Baumes würdigt. Teil der Ausstellung ist das Kuppelzelt, in dem sie präsentiert wird. Die Konstruktion aus Holzleisten hat einen Bezug zu der natürlichen Form einer Baumkrone. Über eine Lichtprojektion werden die Betrachter durch den Raum geführt – ein Spiel mit Licht und Schatten belebt die „Krone“.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Die Bingo-Umweltstiftung, die Sparkassenstiftungen Niedersachsen und Uelzen/ Lüchow-Dannenberg, die Stiftung Zukunft Deutscher Wald und die Fischer-Dürr-Stiftung förderten das Projekt maßgeblich.

Die Ausstellung ist während der Kulturellen Landpartie (bis 16. Mai) täglich von 11-18 Uhr zu sehen, vom 17. Bis 22. Mai zu den Öffnungszeiten des Naturums: Do. + Fr. 14-18 Uhr, Sa. + So. 11-18 Uhr.  

Mehr über das Projekt gibt es unter www.baum-aus-der-goehrde.de.

Das Naturum Göhrde ist eins von dreizehn Museen in Elbtalaue und Wendland und Mitglied im Museumsverbund Lüchow-Dannenberg e. V.: www.museen-wendland.de.

 

PM: Angela Schoop, Projektleitung "Ein-Baum-aus-der-Göhrde"

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