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Besuch bei Freunden - Kontakte mit der Domowina werden belebt

Eine kleine Delegation um Bürgermeister Manfred Liebhaber traf kürzlich in der Lausitz auf Vertreter der Domowina. Die Kontakte in die Region und zu den Bürgermeistern sollten dabei neu belebt werden und durch den Kulturaustausch auch das Bewusstsein für die Geschichte des Wendlandes gestärkt werden.

Für Ernst Stelte, Wendlandbeauftragter der Domowina, war die Fahrt ein Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Freunden. Er war besonders vom Besuch der Krabatmühle in Schwarzkollm beeindruckt. Die Krabatmühle und ihre Festspiele im Juli werden gänzlich ehrenamtlich betrieben. „Ein Besuch ist auf jeden Fall lohnenswert“, meinte Stelte. Ein weiterer Besichtigungspunkt war die Kirche, der Findlingsgarten und die Ausstellung „Die verschwundenen Dörfer“ der Hubert Schwedland, Ernst Stelte, Manfred Liebhaber, Claudia Lange und Clemens Schkoda auf dem "Turm am Schweren Berg"Landfrauengruppe in Nochten. Nach einem Vortrag wurde anschließend der „Turm am Schweren  Berg“ bestiegen, der einen Blick über den Tageabbau der Braunkohlengewinnung bietet. Auch der Besuch einer sorbischen Schule in Ralbitz stand auf dem Programm. Hier konnte die Delegation den Geschichtsunterricht auf Sorbisch miterleben. Durch die Zweisprachigkeit vom Kindergarten an wird die sorbische Kultur sehr lebendig gehalten. Auf großes Interesse stieß aber auch das Projekt „Neue Schule Clenze“, vom dem Claudia Lange berichten konnte. Immer wieder trafen die Lüchower auf Menschen, die bereits im Wendland gewesen sind. Besonders beeindruckt hatte viele, dass sie im Rundlingsmuseum Wendlandhof das Vaterunser auf Draväno-Polabisch hören konnten.

Begleitet wurde die Delegation von Clemens Schkoda, dem Referenten für kulturelle Angelegenheiten und Ausland, dem Vorsitzenden der Domowina, David Statnik, und dem Geschäftsführer der Domowina, Bernhard Ziesch. Ziesch begrüßte die Delegation im Haus der Sorben in Bautzen. Im Gespräch wurden viele Gemeinsamkeiten, wie die wendische Geschichte, Traditionen und Trachten festgestellt. Auch viele Projektideen wurden entwickelt, von denen einige noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen. So spielt die „Crostwitzer Blasmusik“ am Auftaktabend des diesjährigen Lüchower Stadtfestes und am Samstag auch auf der Bühne. Gruppen, die auch einmal in die Lausitz zum sorbischen Austausch fahren möchten, können sich im Rathaus bei Claudia Lange oder beim Wendlandbeauftragten der Domowina, Ernst Stelte, melden, um den Kontakt zur Domowina herzustellen.

 Manfred Liebhaber, David Statnik und Bernhard Ziesch im Haus der Sorben

Die Domowina ist ein Dachverband sorbischer Vereine und damit die anerkannte Interessenvertretung der Sorben im Freistadt Sachsen und im Land Brandenburg, wo sie oftmals auch als Wenden bezeichnet werden. Sie setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der sorbischen Sprache und Kultur ein. Ihre Mitglieder, die evangelisch, katholisch und konfessionslos sind, bemühen sich auf politischem und kulturellem Gebiet darum, dass das sorbische Siedlungsgebiet substanziell erhalten bleibt.

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