Pressearchiv

„Parums Welt“ - Heide Kowalzik liest in Clenze

Es war das Jahr 1725. Der wendländische Bauer Johann Parum Schultze war gerade 48 Jahre alt und entschied sich, für die Nachwelt die alte wendische Sprache aufzuzeichnen. Denn sonst – so fürchtete er – werde bald wohl niemand mehr wissen, „wie ein Hund auf wendisch genannt wird.“

Buchcover: Parums Welt von Heide Kowalzik - erschienen im Jeetzelbuch VerlagAm Karfreitag um 20 Uhr liest Heide Kowalzik im Culturladen Clenze aus ihrer diesem ungewöhnlichen Chronisten gewidmeten Erzählung „Parums Welt“ (erschienen 2017 im Jeetzelbuch Verlag). Der Eintritt ist frei.

Über Johann Parum Schultze
Johann Parum Schultze (1677-1740) lebte im Rundlingsdorf Süthen nahe Lüchow als Dorfschulze. In seiner Chronik berichtet er von seinem Alltag auf dem Lande und den Beziehungen der einfachen Leute zu den Obrigkeiten jener Zeit. Zwar verfasste er seine Chronik auf Hochdeutsch, sie enthält aber eine Sammlung wendischer Wörter. Parum Schultzes Chronik ist bis heute eine der ganz wenigen Aufzeichnungen über das Leben und die Sprache der „Dravänopolaben“, wie die hiesigen Slawen (Wenden) genannt werden.

Das Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln erinnert bis heute an Parum Schultze: Auf dem Gelände des Freilichtmuseums steht das von Parum Schultze 1710 erbaute Zweiständerhaus, das auch nach ihm benannt ist.

Das Rundlingsmuseum ist eins von dreizehn Museen in der Region Wendland.Elbe und Mitglied im Museumsverbund Lüchow-Dannenberg e. V.: www.museen-wendland.de

Kommentare zum Inhalt
Zu diesem Inhalt sind noch keine Kommentare vorhanden.
Wollen Sie einen Kommentar erstellen?

Parameter

• Schriftgrad ändern: Klein Mittel Groß Sehr groß

• Farbmodus ändern: Schwarz auf Weiß Gelb auf Schwarz

• Umschalten auf Standardeinstellungen

•  zurück zu Layoutversion