Organisations- und Vereinsentwicklung

Unser Kreisfrauentreffen

Alma Schulz (MTV Dannenberg), die von 1952 – 1998 fast fünf Jahrzehnte Kreisfrauenwartin beim KreisSportBund und im Turnkreis war, hatte die Idee, dass sich die verschiedenen Frauengruppen der Turnvereine einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Treffen versammeln. Man wollte zum einen die Gemeinschaft und Geselligkeit fördern, zum andern aber auch von einander lernen, weil sich gerade im weiten Feld der Gymnastik viele am Ende gleiche Übungen auf durchaus unterschiedliche Weise üben und präsentieren lassen.

Der Rahmen eines solchen Treffens war schnell abgesteckt, an einem Sonnabendnachmittag im Herbst sollte folgendes Programm ablaufen:

  • Praktische Arbeit in der Turnhalle mit Gymnastik und Tanz
  • Vorführungen von Vereinsgruppen
  • Eine kleine Wanderung von der Turnhalle (mit leichtem Umweg) zur Gastwirtschaft
  • Kaffee und Kuchen an festlicher Tafel
  • Geselliges Beisammensein mit Klönen und Lieder singen, Geschichten hören und kleinen Spielchen
  • Abschiedslied „Kein schöner Land in dieser Zeit…“

Das erste Treffen fand 1985 in Clenze statt, 109 Frauen von 11 Turnvereinen versammelten sich und genossen das kurzweilige Programm. Im Folgejahr 1986 gab es in Gartow den bis heute gültigen Rekord: 180 Teilnehmerinnen von 13 Vereinen. Bis 2013 fand das jährliche Treffen regelmäßig statt, wenngleich in den letzten Jahren mit deutlicher Senkung der Teilnehmerzahlen. Die bisherigen Ausrichter waren

TSV Hitzacker:    6 x
SV Eintracht Clenze / SV Gartow / SC Lüchow: je 5 x
MTV Dannenberg    3 x
Hinzukommen kommen noch die Ausrichter
TuS Gorleben, TuS Wustrow und SV Elbufer

Im Zuge der Gleichberechtigung wurden ab 2006 auch Turner, also Männer ausdrücklich zum Treffen eingeladen, der Name wurde sogar in Kreis-TURN-Treffen geändert. Mit dieser formalen Erweiterung hat sich aber nichts geändert, die Männer strömten nicht zur Gymnastik in die Hallen, es blieb also bei den „herrlichen Ausnahmen“ auf der bequemen Zuschauertribüne oder beim Kaffeetrinken.
Ach nein, ein paar Exoten waren doch im Einsatz:

  • Turnkreis-Vorsitzender (bis 1998) Martin Schulz war als Almas rechte Hand immer dabei. Er musste die Musik nach strengen Vorgaben ein- oder ausschalten und das Band oder die CD immer wieder zurück spulen. Unvergessen ist natürlich Martins Solo zum Ende des Treffens, wenn er unter kräftigem Gejohle der versammelten Frauenriege sang „AAA-manda, Amanda, Amanda nimm die Hand da weg…“
  • Manfred Körtke vom MTV Dannenberg sorgte viele Jahre mit seiner „Quetschkommode“ für die musikalische Begleitung der Lieder im Rahmen der Kaffeetafel.
  • Hans-Jürgen Bosselmann, Oberturnwart und seit 1998 Tk-Vorsitzender ist meistens dabei und hat fast immer eine lustige Geschichte oder ein flottes Lied im Gepäck.
  • Unvergessen Heinz Müller, der für den Bericht in der EJZ sorgte. Atemberaubend und zum Teil Angst einflößend waren seine Expeditionen auf der wackeligen Leiter, um ein tolles Gruppenbild in der Halle einzufangen.

Wir sind inzwischen wieder zum bewährten Namen Kreisfrauentreffen zurückgekehrt. Was bleibt, sind aber vor allem schöne Erinnerungen und die Hoffnung auf die Zukunft. Mögen wir weiterhin diese gute Tradition des jährlichen Kreisfrauentreffens pflegen und uns zu herbstlicher Zeit zum fröhlichen Beisammensein versammeln.

(H.-J. Bosselmann, Januar 2014)