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23.06.2014 - Bericht zum Kreissporttag 2014

"Haushalt auf Kante genäht"

ce Zernien. Die hiesigen Sportvereine und -verbände haben ein weiteres Mal eindeutig signalisiert, dass sie mit der geleisteten Arbeit des Vorstandes des Kreissportbundes (KSB) Lüchow-Dannenberg zufrieden sind. Am Freitag Abend beim Kreissporttag 2014 im Gasthaus "Zur Deutschen Eiche" in Zernien votierten die 40 Funktionäre einvernehmlich für eine Erhöhung der bereits im Hauptausschuss des KSB vorbereiteten Beitragserhöhung und reckten auch bei den Wiederwahlen durchweg die weißen Stimmkarten in die Höhe. Die Vereine müssen nun je Mitglied jährlich 60 Cent mehr bezahlen. Die konkreten Zahlen: Für Kinder werden ab 2015 nun 1,60 Euro, für Jugendliche 2,10 Euro und für Erwachsene 2,60 Euro fällig. Ralf Leist, der dem Vorstand als Schatzmeister angehört, erläuterte, dass der KSB dadurch mit Mehreinnahmen von rund 9500 Euro jährlich rechnet. Leist selbst sowie Gudrun Robohm (Organisationsentwicklung) und Herbert Franz (Vereinsentwicklung) wurden zudem als stellvertretende Vorsitzende im Vorstand wiedergewählt.

Neben den Ehrungen (siehe unten stehenden Artikel) und den umfangreichen Grußworten der Ehrengäste (ein ausführlicher Bericht folgt morgen) standen beim alle zwei Jahre stattfindenden höchsten Gremium der Lüchow-Dannenberger Sportlerinnen und Sportler die Kassenlage, Wahlen und der Bericht des KSB-Vorsitzenden Hans-Jürgen Bosselmann im Mittelpunkt. Bosselmann erläuterte dabei Eckpunkte eines 64-seitigen Berichtsheftes, in dem die umfangreiche Arbeit des hiesigen Sport-Dachverbandes in den vergangenen zwei Jahren ausführlich dargestellt wurde. Die 16363 gemeldeten Mitgliedschaften seien ein guter Wert, die Wiederbelebung der Sportjugend, die bereits reichlich Aktivitäten abgewickelt habe, sei ebenfalls positiv. Die Kooperation mit den Kreissportbünden Lüneburg und Uelzen zu einer Sportregion im nächsten Jahr sei bereits gut angelaufen, was das zusammen herausgebrachte Jahresheft mit allen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen verdeutliche. "Wir sind eine von zwei Regionen in Niedersachsen, die bereits solch eine Broschüre erstellt hat", betonte Bosselmann. Schulungsmaßnahmen, Gesundheitssport, der Sportstättenbau und das Sportabzeichen sind weitere Gebiete, in denen der KSB sich stark engagiere und seine Mitgliedsvereine unterstütze.

Detailliert stellte der für die Finanzen des KSB im Vorstand zuständige Ralf Leist die Kassenlage dar. Das Jahr 2012, bereits im Hauptausschuss abgesegnet, schloss bei Einnahmen und Ausgaben von je 150766 Euro mit einer Betriebsmittelrücklage von 10980 Euro. Die Vereinsbeiträge (72513 Euro) sowie die durchlaufenden Übungsleiterzuschüsse des Landessportbundes (31979 Euro) und des Landkreises (31300 Euro) waren die Haupteinnahmeposten. Für die Sportförderung im ideellen Bereich gab der KSB 74344 Euro aus und musste zudem 44646 Euro Verbandsabgaben zahlen. "Von einer angespannten Finanzlage" sprach dann Leist, als er über den Abschluss 2013 berichtete. Einnahmen und Ausgaben lagen bei je 158291 Euro, die Betriebsmittelrücklage verringerte sich auf 7131 Euro, der Anteil der Sportjugend daran beträgt sogar 5214 Euro. Die Zuschüsse des LSB und des Kreises blieben nahezu identisch, Vereinsbeiträge beliefen sich auf 74594 Euro. Die Summe der ideellen KSB-Sportförderung stieg auf 80966 Euro.

Der Negativtrend setze sich in diesem Jahr fort, betonte Leist. Da von einem Meldefehler des SC Lüchow bei den Mitgliedschaften auszugehen sei, werde nur noch von 16000 Mitgliedschaften ausgangen. Der Anteil an der Sportkooperation, Kostensteigerungen sowie die forcierende Arbeit der Sportjugend seien Gründe für eine Anhebung der Beiträge. "Dieser Haushalt ist auf Kante genäht", beschrieb Leist das Zahlenwerk für 2014, das ein Volumen von 158.700€ aufweist. Dabei werde die Betriebsmittelrücklage weiter schrumpfen.

Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 23.06.2014