Aktuelles

15.12.2015 - Zuschüsse für Flüchtlings-Sportangebote

Förderung für KSB-Projekt
Kreissportbund freut sich über insgesamt 6 500 Euro an Zuschüssen für Flüchtlings-Sportangebote

koo Gartow. „Flüchtlinge gehören real zu unserem Alltag“ – Hans-Jürgen Bosselmann als Vorsitzender des Lüchow-Dannenberger Kreissportbundes hat das  schon oft betont, wenn er über den Sport in Lüchow-Dannenberg spricht. Mehr als 2 000 Flüchtlinge leben aktuell in drei Notunterkünften sowie in vielen Wohnungen in Lüchow-Dannenberg, erinnert der KSBVorsitzende. Was ihn und seine Mitstreiter im Lüchow-Dannenberger Sport-Dachverband freut: Viele  Sportvereine haben bereits „ihre Türen geöffnet und spezielle Angebote für Flüchtlinge eingerichtet“.

Und der Kreissportbund unterstützt die Clubs dabei seit September mit seinem Projekt „Integration durch Sport“ mit Ratschlägen und Informationen sowie mit Geldern für Übungsleiter, Fahrtkostenerstattungen oder Beihilfen für Sportgeräte. Denn „der KSB-Vorstand möchte gerne, dass weitere Flüchtlinge eine Teilhabe an unserem gesellschaftlichen Leben erlangen, auf diese Weise integriert werden und im Idealfall sogar zu Vereinsmitgliedern werden“, betont Bosselmann. Für dieses Vorhaben bekommt der KSB mit seinen Vereinen nun selbst reichlich Unterstützung: 5 000 Euro stellt der Landessportbund Niedersachsen dem KSB Lüchow-Dannenberg für dieses Projekt zur Verfügung. Dass der LSB einem entsprechenden KSB-Antrag schnell und in vollem Umfange entsprochen habe, freut Bosselmann. Zudem durfte er vor Kurzem auch noch eine Spende des Lions Club Lüchow-Dannenberg in Höhe von 1500 Euro für  entsprechende Sportprojekte entgegen nehmen (EJZ berichtete).

Der Landessportbund unterstützt das auf ein Jahr bis November 2016 angelegt KSB-Projekt. „In der Regel ist pro Maßnahme die Förderung auf 1000 Euro pro Verein beschränkt“, hat Bosselmann die Vereine in einem Schreiben informiert. Generell werden einzelne Maßnahmen zu 80 Prozent gefördert – den Rest müssen die Ausrichter selbst dazugeben. „Der KSB ist aber bestrebt, weitere Förderer einzuwerben oder auch Eigenmittel zuzuführen, so dass die Sportvereine keine finanzielle Belastung tragen müssen“, betont Bosselmann.

Mit den insgesamt 6 500 Euro an Zuschüssen könne der KSB mit seinen Vereinen viel bewegen. Der KSB-Vorsitzende hofft, dass die Flüchtlingsarbeit der Vereine weitergeht, konkrete Hilfe vor Ort bestehen bleibt oder ausgeweitet wird. Und er hofft, dass die Sportprojekte helfen, die Flüchtlinge  sesshafter zu machen. „Setzen wir gemeinsam mit Sport ein Zeichen der Solidarität und der Hilfsbereitschaft für diese große Zahl hilfsbedürftiger Menschen“, erneuert Bosselmann seinen Appell aus dem September.

Damals hatte der KSB zugesichert, Übungsleitern jeweils 12,50 Euro pro Stunde zu zahlen und anfallende Fahrtkosten zu begleichen. In geringem Umfang bezuschusst der KSB seitdem auch Sportgeräte für entsprechende Sportprojekte mit Flüchtlingen. Einige Vereine haben bereits Gelder für ihre Tätigkeiten in diesem Bereich beantragt und erhalten, erläutert Bosselmann. Rund 2 000 Euro habe der KSB schon ausgezahlt. Die Zuschüsse sollten für das erst einmal auf ein Jahr angelegte Projekt nun reichen, so Bosselmann. Sollte im Herbst des nächsten Jahres weiterer Bedarf bestehen, will sich der KSB um neue Unterstützung bemühen.

Bosselmann erinnert Vereine, die Sportangebote für Flüchtlinge oder Asylbewerber haben, daran, dass die Teilnehmer auch ohne Vereinsmitgliedschaft bei sportlicher oder ehrenamtlicher Betätigung im Verein über den LSB versichert sind. Beitragspflichtig werden sie erst, wenn sie am Wettkampfbetrieb des Vereins teilnehmen. Übungsleiter müssen keine Trainerlizenz besitzen, wenn für sie im Rahmen des KSB-Projekts Zuschüsse beantragt werden. Und Aufwendungen sind mit Nachweisen zu belegen wie Teilnehmerlisten oder Quittungen, so der KSB.
Weitere Informationen erteilt Bosselmann unter Telefon (0 58 46) 3 90 oder per Mail. Seine Adresse lautet vorsitzender@ksb-dan.de.

Gefördert durch  

Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 15.12.2015