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05.08.2015 - Bericht von der 18. Sportiven Landpartie

Fliegende Kamera fotografiert Flashmob
Fast 300 Aktive bei der Sportiven Landpartie des Kreissportbundes

bm Gartow. „Der NDR meldet im Raum Gartow viele Fahrradfahrer auf den Straßen“, witzelte der Vorsitzende des Lüchow-Dannenberger Kreissportbundes (KSB), Hans-Jürgen Bosselmann, denn im Ostkreis wimmelte es am Sonntag geradezu von fröhlichen Ausflüglern, die von Dorf zu Dorf radelten, um an der 18. Sportiven Landpartie des KSB teilzunehmen. Der Spaß an dieser Bewegungsveranstaltung, die der Kreissportbund unter Mitwirkung von insgesamt sieben Vereinen alljährlich organisiert, steht klar im Vordergrund. „Mitmachen kann jeder. Ob alt oder jung, ob man in einem Verein ist oder nicht, ist völlig egal“, erklärte Bosselmann.

Insgesamt zählten die Organisatoren 284 Teilnehmer. „Eine stolze Zahl“, freute sich nicht nur Bosselmann. Vier von den sieben Stationen waren ein Muss, um bei der Abschlussveranstaltung ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Sportive Landpartie“ zu ergattern. Aber die meisten „haben fast alle Stationen absolviert“, so ein Helfer. Besonders beliebt war das Paddeln im Gartower See, nicht zuletzt wegen der sommerlichen Temperaturen. Der Drachenbootverein zählte dort mit 59 Aktiven die größte Teilnehmerzahl. „Bei dem Wetter ist es ein richtiges Erlebnis, überhaupt ist es eine schöne Veranstaltung, und wir sind das erste Mal im Landkreis“, berichtete eine Familie, die die Sportive Landpartie als ein Ausflugserlebnis mitnahm.
Eine Herausforderung für jung und alt gab es im Holtorfer Gemeindehaus, dort boten die Lüchow-Dannenberger Sportjugend des KSB und der Gartower
Tennisclub e-sport an. „Dort zeigen wir, dass jeder sich auch am Computer bewegen kann. Viele der älteren Teilnehmer hatten Vorbehalte, aber nachdem
sie es probiert hatten, waren alle begeistert“, informierte der stellvertretende KSB-Vorsitzende Gerhard Sprockhoff. „Es ist wie mit der WII, bringt viel Spaß, und man kommt richtig ins Schwitzen“, berichtete ein Teilnehmer. Außerdem gab es viele weitere Bewegungs- und Koordinationsspiele.
„Kognitive Fähigkeiten werden diesmal viel abgefragt“, schmunzelte eine Teilnehmerin bei der Koordinationsleiter in Meetschow, ein Punkt, den der TuS Gorleben begleitete. Für viel Spaß, auch bei den Zuschauern, sorgte das Kartoffelspiel des TuS in Gorleben an der Mehrzweckhalle, bei dem sich jeder Teilnehmer eine Kartoffel an einer Schnur um die Taille band und damit einen kleinen Karton vor sich her schieben musste.
Viele Teilnehmer beherzigten außerdem das Motto, „das Auto bleibt heute im Stall“ und bewegten sich auf dem Fahrrad von Station zu Station, an denen es außerdem jeweils ein kostenloses Erfrischungsgetränk zur Stärkung gab.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung am Gartower Schützenplatz gab es eine Preisverleihung für Vereine, die im Vorjahr prozentual zu ihrer Mitgliederzahl die meisten Sportabzeichen absolviert hatten. Dabei rangierte der Sportverein Germania Bergen auf Rang eins. „Ein kleiner Verein, der fast 100 Prozent erreicht hat“, lobte Hans-Jürgen Bosselmann. Platz zwei ging an die SV Gartow, Dritter wurde der MTV Dannenberg.
Zum Abschluss gab es auf dem Schützenplatz eine Drohnenvorführung von Marko Lohse, der bei Hochwasser oder Bränden mit seinem ferngesteuerten
Fluggerät samt Kamera bereits Hilfe geleistet hat. Mit der Drohne fotografierte Lohse zudem die „bewegte Masse“ der anwesenden Teilnehmer. Oberturnwartin Nicole Walther animierte die Sportlerinnen und Sportler zu einem „Flashmob“ – und dabei winkten alle fröhlich in die fliegende Kamera.

Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 05.08.2015