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Vielfältige und kreative Protestkultur - Zwei Ausstellungen des Gorleben Archivs blicken zurück auf vierzig Jahre Widerstand in den Regionen um Gorleben und Hermannsburg

14.02.2017 | Pressemitteilung des Gorleben Archiv e. V.

Demo der BI Südheide am 18. September 1976 in LutterlohAm 22. Februar 1977 – vor genau vierzig Jahren - wurde Gorleben überraschend zum Standort für ein gigantisches Atomzentrum benannt. Es war der Beginn einer der  bedeutendsten Protestbewegungen der Nachkriegsgeschichte, die nicht nur die nationale Energiepolitik, sondern auch die Region Lüchow-Dannenberg nachhaltig verändert hat. Über vier Jahrzehnte hat sich im Wendland eine breite, vielfältige und kreative Protestkultur entwickelt, die in Deutschland vermutlich einzigartig ist.

Eine Geschichte, die sich auf ähnliche Weise auch am ursprünglich geplanten Standort Lutterloh, in der Umgebung von Hermannsburg, vollzog. Auch hier formierte sich im Frühjahr 1976 – nachdem die Pläne publik geworden waren - eine breite Bürgerbewegung gegen die Atomanlagen, die ihre politischen Ziele bis heute beharrlich verfolgt. Seit vierzig Jahren unterstützt die BI Südheide den wendländischen Widerstand, engagiert sich gegen Atomstrom, für alternative Energien, Natur- und Umweltschutz. Sie ist zu einer Institution geworden, die aus der Region nicht mehr wegzudenken ist.

Von Lutterloh bis Gorleben – eine Standortentscheidung und ihre Folgen

Vierzig Jahre Protestbewegung, das ist auch eine Erfolgsgeschichte – ob in Gorleben oder Hermannsburg. Anlässlich des 40. Jahrestags der Standortbenennung hat das Gorleben Archiv in Lüchow und Trebel zwei Ausstellungen organisiert, die sich mit der Chronik des Widerstands auf sehr unterschiedliche Weise befassen.

Im Kreishaus in Lüchow ist es eine Sammlung von Infotafeln, Kurzvideos, Zeitzeugen-Interviews oder Filmaufnahmen, die die bewegte Geschichte der BI Südheide und ihre Bedeutung für den Gorleben-Widerstand auf eindrucksvolle Weise dokumentiert. Die Ausstellung "40 Jahre BI Südheide" steht Besuchern vom 20. Februar bis 9. März 2017 offen.

Ausstellungsort:
Landkreis Lüchow-Dannenberg
Königsberger Str. 10
29439 Lüchow (Wendland)
Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 8.30-16 Uhr, Fr. 8.30-12.30 Uhr

 

Eine Ausstellung von Plakatkunst in Trebel widmet sich dagegen den kreativen Aspekten der Gorlebener Protestbewegung. In den künstlerischen Werkstätten von Ernst von Hopffgarten präsentiert das Gorleben Archiv eine Auswahl seiner umfangreichen und wohl einzigartigen Plakatsammlung – über 400 Werke aus 40 Jahren, die sich ausschließlich mit den Themen Gorleben und Atomkraft befassen und ein breites künstlerisches Spektrum widerspiegeln. Zu sehen sind Plakate von Laien genauso wie von professionellen Grafikern und bekannten Künstlern - Offsetdrucke, Siebdrucke oder Lithographien. Es geht um Aufrufe zu Demonstrationen oder Blockaden, politische Bekenntnisse oder Kunstaktionen – ein ästhetischer Streifzug durch die 40jährige Geschichte des Gorlebener Widerstands.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, den 18. Februar um 18 Uhr mit einem Beitrag der bekannten Lüchow-Dannenberger Grafikerin und Malerin Uta-Helene Götz, die selbst einige der Plakate gestaltet hat.

Ausstellungsort:
Künstlerische Werkstätten bei Ernst von Hopffgarten, Trebel
Öffnungszeiten: Sa, 18.02., 17–19 Uhr. Mi, 22.02., 16–18 Uhr. Sa, 25.02., 15–17:30 Uhr. So, 26.02., 14-16 Uhr.

 

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung gerne an:
Gorleben Archiv e.V.
Rosenstr. 17
29439 Lüchow
05841 / 97 158 45
gorlebenarchiv@t-online.de
www.gorleben-archiv.de

 

 

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